Schwabinger Hof-Flomärkte

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Hofflohmärkte 17.06.2023


Am 16. Juli 2022 gab es in mehr als 230 Schwabinger Hinterhöfen die beliebten Schwabinger Hof-Flohmärkte. Es hat super geklappt und Spaß gemacht!

Nun blicken wir dem nächsten Termin entgegen: 17. Juni 2023. Die Organisation der Schwabinger Hofflohmärkte übernimmt die Nachbarschaft Schwabing / Seidlvilla e.V.

 


Die Besonderheit der Hof-Flohmärkte liegt darin, dass die einzelnen Hausgemeinschaften den Flohmarkt auf eigenem Grund, also im Innenhof oder Vorgarten durchführen. Die Verantwortlichkeit für die Durchführung liegt bei jedem einzelnen Hof (Hausrecht). Eine Person aus dem Haus meldet die Teilnahme an der Aktion bei der Nachbarschaft Schwabing an und fungiert als Ansprechperson.
Die Verantwortung liegt bei der Hausgemeinschaft, vertreten durch die genannte AnsprechpartnerIn.

Die Nachbarschaft Schwabing koordiniert die Aktion, ohne eine Haftung für das Geschehen in den einzelnen Höfen zu übernehmen.

Händler sind wie immer nicht zugelassen! Wir machen eine nachbarschaftliche, nicht-gewerbliche Aktion!

 

Anmeldung

Sie wollen mitmachen? Anmeldungen können erst dann berücksichtigt werden, wenn wir das Anmeldeformular online gestellt haben und Sie dieses ausgefüllt an uns senden.

Spielregeln

Wo findet der Flohmarkt statt – Wer darf verkaufen?

Hof-Flohmärkte finden immer auf privatem Grund statt, also im Hinterhof oder Vorgarten.
Gehwege, Parkbuchten oder andere öffentlichen Flächen dürfen nicht benutzt werden!
Das Areal der Schwabinger Hof-Flohmärkte reicht von der Georgenstraße bis zum Petuelring, von der Barbarasiedlung und dem Ackermannbogen bis zum Englischen Garten.

 

Spielregeln - Änderungen z.B. gemäß behördlichen Vorgaben vorbehalten

  • Bevor ein Haus eine Aktion anmeldet, muss der Hausbesitzer oder die Besitzerin die Genehmigung erteilt haben.
  • Jede Hausgemeinschaft veranstaltet den Flohmarkt in eigener Verantwortlichkeit. Diejenige Person, die das Haus anmeldet, fungiert als AnsprechpartnerIn und sorgt für die Einhaltung der Regeln.
  • Bei der Anmeldung (siehe Anmeldeformular) werden 15 Euro fällig als Beitrag für die Öffentlichkeits- und Koordinationsarbeit.
  • Im Hof verkaufen die Leute, die in dem dazugehörigen Haus wohnen.
  • Der Flohmarktverkauf findet in den Höfen (privater Grund!) der angemeldeten Häuser statt.
  • Die Nachbarschaft Schwabing veröffentlicht den Flohmarkt-Flyer mit allen fristgerecht angemeldeten Flohmarkt-Adressen und informiert die Presse.
  • Die Flohmarkt-Häuser beteiligen sich an der Verteilung der Flohmarkt-Flyer.
  • Beginn ist 10 Uhr. Das Ende, etwa 16 Uhr, regelt jeder Hof selber.
  • Der Flohmarkt findet bei jedem Wetter statt. Überlegen Sie, wie sie sich vor Regen schützen können.
  • Der Verkauf von Lebensmitteln ist nur unter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften erlaubt.
  • Gesetzliche Vorschriften, z.B. aufgrund der Corona-Situation, sind einzuhalten.

 

Tipps

  • Wenn der Hof auch als Parkplatz genutzt wird, suchen Sie frühzeitig nach einer einvernehmlichen Lösung.
  • Vermeiden Sie Lärm und achten Sie auf Pflanzen im Hof.
  • Gemeinsam Aufräumen gehört dazu! Was nicht in die Mülltonne passt, wird wieder eingepackt.
  • Trittbrettfahrer sind nicht erwünscht. Häuser, die sich nicht angemeldet haben, gehören nicht zur Aktion der Schwabinger Hof-Flohmärkte!

Gelebte Nachbarschaft

"Ich sehe das als tolle Zusammenbring-Geschichte der Schwabinger!"

"Wichtig war das fröhliche, nachbarschaftliche Miteinander, was wir sehr genossen haben."

"Der Flohmarkt war bei uns ein voller Erfolg. Tolle nachbarschaftliche Kontakte sind entstanden, die bis 4 Uhr morgens intensiviert wurden."

"Diese Aktion führt dazu, dass man sich als Nachbar näher kommt."

"Schwabinger Zusammengehörigkeitsgefühl steigt sprunghaft an diesem Tag!"

"Alles war bestens - bei uns lief der Flohmarkt so gut, ertragreich, kommunikativ und lustig, dass nicht einmal Zeit blieb, bei den anderen hereinzuschauen."

"Unser ganzes Haus freut sich inzwischen schon auf den Termin und das spätere gemeinsame Abendessen im Vorgarten."

"Insbesondere unsere Kinder fanden es ganz spannend, ihre abgelegten Spielsachen selbst weiter zu verkaufen und sich so das Taschengeld aufzubessern."

"Es war ein witziger Tag, aber leider fehlte die Laufkundschaft hier, da wir doch ziemlich ab vom Schuss sind."

"Ich habe auch viele Leute gesehen, die uns die Jahre vorher schon besuchten, sozusagen ´Stammkunden`, die gezielt wieder zu uns in den Hof gekommen sind."

"Leider gibt es immer und überall diese Trittbrettfahrer. Ich finde es toll von den Nachbarn, die dies bemerkten, auf diese Gemeinschaften einzuwirken sich künftig auch kostenmäßig zu beteiligen."

"Wir haben sehr viele Komplimente bekommen, dass unser Hof so schön wäre und unsere Hausgemeinschaft so lebendig."

"Auch gut: Besucher aller Altersgruppen vom Jungstudenten bis zum grauen Panther."



Die Schwabinger Hof-Flohmärkte werden von den Bewohnerinnen und Bewohnern mitgestaltet. Die Organisation liegt bei der Nachbarschaft Schwabing, in Trägerschaft des Seidlvilla-Verein e.V. Das stadtteilspezifische Projekt fördert das soziale Miteinander und stärkt die regionale Identität in besonderem Maße.

 

Andere Stadtteile in München - andere Organisatoren der dortigen Hof-Flohmärkte

Die Organisatoren, die nur in ihrem eigenen Stadtteil Hof-Flohmärkte organisieren, werden schnell übersehen. Hier sind sie zu finden:

25.06.2022 Glockenbachviertel

10.09.2022 Westend

Maxvorstadt

Geschichte

Die Schwabinger Hof-Flohmärkte sind die ältesten in München! Seit dem Jahr 2000 organisiert die Nachbarschaft Schwabing in der Seidlvilla die dezentralen Hinterhof-Flohmärkte.

Kaum zu glauben: Damals musste die Macherinnen und Macher ihren Nachbarn erklären, was Hof-Flohmärkte überhaupt sind und wie sie funktionieren können. Es musste Überzeugungsarbeit geleistet werden, da die Hausbewohner Bedenken hatten, ihren privaten Krempel öffentlich zu zeigen. Es machten daher anfangs "nur" 33 Häuser mit. Doch danach waren die Bedenken verschwunden: Der private "Krempel" wurde von anderen heiß begehrt!
So wuchs von Jahr zu Jahr die Beteiligung der Schwabinger Hausgemeinschaften. Heute sind es jährlich mehr als 300!

"Mutter der Hofflohmärkte" titelte 2015 die Süddeutsche Zeitung, denn Dorothee Fichter, Leiterin der Nachbarschaft Schwabing und von Anfang an aktiv für die Schwabinger Hof-Flohmärkte, hatte nicht nur im eigenen Stadtteil Erfolgreiches geleistet. Dorothee Fichter gab das Konzept aktiv an andere Initiativen weiter, die in ihren Stadtteilen selber Hof-Flohmärkte ins Leben riefen.

Gewinn

Das Treiben bei den Hof-Flohmärkten ist bunt, lebendig und zwanglos! Der Gewinn ermisst sich nicht in erster Linie im abends gefüllten Geldbeutel der Verkäuferinnen und Verkäufer, sondern im Spaß an den Begegnungen, den Schnäppchen, dem Miteinander!
Die Hausbewohner kommen (besser) in Kontakt, Nachbarn treffen sich auf dem Weg von Hof zu Hof, man feilscht und fachsimpelt über begehrte Flohmarkt-Artikel...
Die Bezirksausschüsse Schwabing West und Schwabing Freimann unterstützten von Anfang an die Aktion, zu Beginn auch finanziell. Sie machten ihr großes Interesse an der Selbstorganisation und dem Engagement der Hausgemeinschaften deutlich sowie ihren Wunsch, dem nachbarschaftlichen Leben neue Impulse zu geben.

Kehrseite der Attraktivität

Leider kommen zunehmend Verkäufer – auch Händler – nach Schwabing, die hier ein gutes Geschäft wittern. Sie bauen ihren Tisch irgendwo auf, ohne sich an Vorschriften zu halten. Überall in München gilt bei Hof-Flohmärkten: Öffentliche Plätze, Gehwege und Parkbuchten sind tabu!

Nicht erwünscht sind auch Trittbrettfahrer, also Häuser, die ihren Flohmarkt abhalten ohne sich anzumelden. Sie profitieren von der Werbung der Schwabinger Hof-Flohmärkten ohne dazu einen Beitrag zu leisten. Also: bitte anmelden!

Erfolge

Die Schwabinger Hof-Flohmärkte haben Erfolgsgeschichte geschrieben: Sie sind das Vorbild für Aktionen in anderen Münchner Stadtteilen und anderen Städten. Engagierte Bürgerinnen und Bürger übernahmen das Schwabinger Muster und übertrugen es auf ihren eigenen Stadtteil. So entstanden bereits 2003 die Hof-Flohmärkte im Glockenbachviertel. Wenig später starteten Hof-Flohmärkte in der Maxvorstadt, im Lehel, im Westend, später auch im Olympiadorf, 2017 in Taufkirchen.

Über München hinaus sind die Schwabinger Hof-Flohmärkte das Vorbild: Seit dem Jahr 2010 werden als soziokulturelle Aktion jährlich Nürnberger Hof-Flohmärkte in verschiedenen Stadtteilen organisiert. Im Wiener Bezirk Mariahilf fanden im Jahr 2006 Hof-Flohmärkte statt, natürlich nach dem Konzept aus Schwabing. 2015 gab es in Dieburg Hof-Flohmärkte.

Eine gewerbliche Agentur übernahm ebenfalls das Konzept und führt heute in zahlreichen Münchner Stadtvierteln sowie in weiteren Städten Hof-Flohmärkte durch.

Auszeichnungen

Die Schwabinger Hof-Flohmärkte wurden von der Stadt München als Bürgerprojekt ausgezeichnet, anlässlich des 850. Stadtgeburtstags im Jahr 2008.

 

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Als innovatives Bürgerengagement werden die Schwabinger Hof-Flohmärkte seit 2009 öffentlich präsentiert unter www.weltbeweger.de

 

Weltbeweger

Die Broschüre „Gelebte Nachbarschaft * 2000 – 2010 * 10 Jahre Schwabinger Hof-Flohmärkte“ beinhaltet u.a. zahlreiche Impressionen aus Schwabinger Höfen, fotografiert von den Hausbewohnern, und gibt Eindrücke der beteiligten Hausgemeinschaften wieder.

Kontakt

Dorothee Fichter
Nachbarschaft Schwabing
in Trägerschaft des Seidlvillaverein e.V.
Nikolaiplatz 1b . 80802 München
Telefon: 089.39 82 99
Fax: 089.38 38 01 26
e-mail: info@hofflohmarkt-schwabing.de
www.hofflohmarkt-schwabing.de