12. Februar 2026
Das Jagdwesen der Residenz Neuburg und Parkpflege im Waldpark „Englischer Garten Neuburg an der Donau“
Beginn 19:00
Im Rahmen der Bearbeitung eines Parkpflegewerks zum „Parkwald“ Englischer garten in Neuburg befasst sich Landschaftsarchitekt Michael Schwahn in seinem Vortrag auch mit dem im 16. Jhdt. dort entstandenen Jagdwesen. Die vom Kurfürstlichen Neuburger Oberförster Joseph Lutz in den Jahren 1803 bis 1807 erstangelegte Gestaltung überarbeitete und erweiterte später Carl August Sckell (1793-1840), ein Neffe des berühmten Friedrich Ludwig von Sckell (1750-1823). Bei der Anlage des „Englischen Garten“ in Neuburg wurde im frühen 19. Jhdt. Aus dem hier bestehenden Auwald ein lichter Wald mit teils mächtigen, alten Baumindividuen, stehenden Gewässern und Bachläufe, Lichtungen und Parkwiesen, Staffagebauten, Blickachsen, einem dichten Wegenetz und auch der Jagd dienenden Jagdsternen und schnurgeraden „Geräumte“ herausgearbeitet.
Beginnend in den frühen 1960er Jahren erfolgten massive Eingriffe in den Englischen Landschaftsgarten durch Bebauung von Waldbereichen und historischen Parkwiesen (Schulzentrum, Hallenbad, Mehrzweckhalle, Parkhaus). In den Jahren 1970/71 wurde zusätzlich ein Hochwasserschutzdamm gebaut, der den gesamten Park von West nach Ost durchschneidet.
Michael Schwahn schildert schließlich die heutige Problematik solcher denkmalgeschützter Parkwälder hinsichtlich erforderlicher Pflegemaßnahmen zur Erhaltung des historischen Waldbildes „lichte Wälder“ („Schönheitswald“).
Beginn 19 Uhr
Eintritt frei, Spenden von Nichtmitgliedern werden gerne angenommen.
Foto (c) Stadt Neuburg