14. Juni 2026

 

Flötenmusik des Barock

Beginn 11:00

 

Gesprächskonzert mit der Flötistin Marion Treupel-Franck und ihren Studierenden an der Hochschule für Musik und Theater München.

Mit Werken von C.Ph.E. Bach, Benda, Friedrich II., Graun, Hasse und Quantz

 

Hasse war der Lieblingskomponist von Kaiserin Maria Theresia. Friedrich der Große musizierte mehrfach mit ihm und hielt seine Hofkomponisten dazu an, Opern im Stile Hasses zu komponieren. Voltaire nannte ihn einen „Helden des Jahrhunderts“. Und der junge Mozart erklärte, dass er ebenso unsterblich werden wolle wie Händel und Hasse und kannte seine Werke genau.
Johann Adolf Hasse war jahrzehntelang der europaweit gefeierte Star der italienischen Oper. Spätestens seit seiner Hochzeit mit der berühmten Mezzosopranistin Faustina Bordoni entwickelte das Künstlerpaar einen Glamourfaktor, der auf ganz Europa ausstrahlte. Es gibt kaum einen Komponisten, der zu Lebzeiten so populär war, aber nach seinem Tod so vollständig in Vergessenheit geriet.
Geboren in Bergedorf bei Hamburg sollte der junge Johann Adolph wie seine Vorfahren eigentlich Organist werden. Doch weil er die Oper liebte, ließ er sich auch im Gesang ausbilden und wurde mit 19 Jahren Tenor an der Oper am Gänsemarkt. Hasse wechselte an den Hof nach Braunschweig und trat dort als 22-Jähriger in seiner ersten eigenen Oper Antioco auf. Danach reiste er nach Italien, wurde in Neapel drei Jahre lang Schüler der Operngiganten Nicola Porpora und Alessandro Scarlatti und eroberte die italienischen Bühnen mit eigenen Musikdramen wie Antonio e Cleopatra. Spätestens nach seinem Riesenerfolg 1730 in Venedig mit Artaserse erwarb er sich den Beinamen „il divino sassone“ - „der göttliche Sachse“. Im selben Jahr heiratete er die Bordoni, die fortan die Titelpartien in seinen
Opern sang.
Die Höfe in Europa rissen sich um das prominente Paar. Schließlich entschieden sich die Hasses für das beste Orchester der Zeit und gingen an den Hof nach Dresden für die gigantische Jahresgage
von 6.000 Talern. Dreißig Jahre wirkte Hasse hier als „Königlich Polnischer und Kurfürstlich Sächsischer Kapellmeister“. Da der Sachsenkönig dem Ehepaar großzügige Freiheiten gewährte, verbrachten die beiden oft ganze Jahre in Italien, mehrten ihren Ruhm aber auch an den Höfen in Wien und Paris.
In seinen über 60 Opern vertonte er am häufigsten die Libretti seines Freundes Pietro Metastasio. Dessen Texte wurden auch von allen anderen Großen der Zeit in Töne gesetzt. Doch Metastasio fand, dass niemand ihn kongenialer vertone als Hasse. Der letzten Oper der beiden Il Ruggiero war 1771 in Mailand kein großer Erfolg mehr beschieden. Hasses typische Mischung aus melodischem Einfallsreichtum, kantablem Schmelz und einer eleganten, aber
gediegenen Satztechnik hatte sich überlebt. Die Opernreformer begannen sich durchzusetzen. Einen Tag nach der missglückten Premiere feierte der erst 15-jährige Wolfgang Amadeus Mozart mit Ascanio in Alba in Mailand Triumphe. Daraufhin soll Hasse weitsichtig gesagt haben: „Dieser Knabe wird uns alle vergessen machen.“

 

Beginn 11 Uhr

Eintritt frei, um Spenden für die Johann-Adolph-Hasse-Gesellschaft wird gebeten.

Anmeldung per Mail unter: info@hasse-gesellschaft-muenchen.de

 

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