14. Mai 2020

 

Alles auf Anfang?

 

Sechs Jahre Wiederaufnahmeverfahren der Bundesanwaltschaft zum Oktoberfestattentat vom 26. 9. 1980 – Vorschläge für eine juristisch-politische Bewertung

Am 26. September 2020 jährt sich zum 40. Mal der Bombenanschlag auf dem Oktoberfest. Es war der opferreichste politisch motivierte Anschlag in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Bereits 1982 wurden die Ermittlungen gegen den angeblichen Einzeltäter Gundolf Köhler ohne Ergebnis eingestellt, wobei das rechtsradikale Umfeld nur eine unzureichende Berücksichtigung fand. Endlich: Jahrzehntelange eigene Ermittlungen des Vertreters der Opfer, Rechtsanwalt Werner Dietrich, und weiterer Unterstützer sowie ein vermehrter Druck einer kritischer gewordenen Öffentlichkeit führten neben zahlreichen Ungereimtheiten des bisherigen Ermittlungsergebnisses im Dezember 2014 zur Wiederaufnahme des Verfahrens durch den Generalbundesanwalt (GBA). Ein bisher einmaliger Fall in der Strafrechtsgeschichte der Bundesrepublik in politischen Verfahren. Der Generalbundesanwalt kündigte umfangreiche neue Ermittlungen an. Ob dieses Versprechen an Opfer und Öffentlichkeit eingehalten wurde, soll der Vortrag beleuchten.
Der Referent, Rechtsanwalt Werner Dietrich, hat als bisher Einziger seit Monaten Einsicht in die sehr umfangreichen Ermittlungsakten, zu denen auch Geheimdienstunterlagen zu den damaligen Geschehnissen beigezogen wurden.

 

Beginn 19.30 Uhr
Eintritt 8/10 Euro

 

Veranstalter: Interkulturelle Stiftung Kolibri

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