01. März 2017 - 23. April 2017

Der Kommunismus in seinem Zeitalter und „Wir Bayern sind keine Russen!“ – München und die Russische Revolution

Aus Anlass des 100. Jahrestags der Revolutionen in Russland organisiert die Seidlvilla im Jahr 2017 zusammen mit verschiedenen Kooperationspartnern eine Reihe von Veranstaltungen. Den Auftakt macht eine Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Deutschen Historischen Museums Berlin, die der Historiker und Publizist Gerd Koenen zusammengestellt hat.

Im Februar 1917 begann mit dem Sturz des Zaren die Russische Revolution. Die Hoffnung auf eine Demokratisierung Russlands sollte sich nicht erfüllen. Im Oktober 1917 griffen die Bolschewiki unter der Führung Lenins in Petrograd, dem heutigen Sankt Petersburg, nach der Macht. Ihr zur Oktoberrevolution mystifizierter Putsch war die Geburtsstunde des Kommunismus, der zur tiefgreifenden und größten Massenbewegung des 20. Jahrhunderts wurde.

Die Plakatausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ beschreibt den Aufstieg und Niedergang der kommunistischen Bewegungen. Sie umfasst 25 Tafeln mit über 200 zeithistorischen Fotos, Dokumenten sowie QR-Codes, die mit Filmdokumenten im Internet verlinkt sind.

Ergänzend dazu zeigt die Seidlvilla die Ausstellung „Wir Bayern sind keine Russen! München und die Russische Revolution“ Was hat München mit der russischen Revolution zu tun? Sehr viel mehr, als man gemeinhin annimmt. Die Studierenden des Elitestudiengangs Osteuropastudien der LMU und der Universität Regensburg sind diesen Verflechtungen nachgegangen: von Lenins Zeit in München über die Beteiligung russischer Revolutionäre an der Münchner Räterepublik bis hin zu russischen Emigranten, die Hitlers nationalsozialistische Ideologie beeinflussten.

 

 

Die Seidlvilla zeigt die Ausstellung bis zum 23. April täglich von 12 bis 19 Uhr (außer an den Schließwochenenden 25./26. 2., 25./26. 3. und den Ostertagen 14. bis 17. 4.), der Eintritt ist frei.

 

Foto: Quelle Bayerische Staatsbibliothek München/Bildarchiv

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