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13.03.12_
Menschmaschine

Oli Kuster - Klavier
Domenic Landolf - Tenorsaxofon, Bassklarinette
Christoph Utzinger - Kontrabass
Kevin Chesham - Schlagzeug

Irgendwann hat man genug sich von wilden Beeren und rohem Fleisch zu ernähren, erfindet ein paar hilfreiche Werkzeuge, dann die Dampfmaschine und ehe man's sich versieht ist man von Technik umzingelt und beinahe selbst eine Maschine. So auch ein paar Deutsche Studenten, die sich vor Jahrzehnten mit einem unüberschaubaren Haufen Gerätschaften in ihr Kling Klang Studio einschlossen. Dort schufen sie Schlager des Elektropop wie Roboter, Autobahn, Computerliebe oder Die Mensch Maschine:

32 Jahre musste die MenschMaschine hinter einer haushohen Dornröschenhecke aus Synthesizern, Ataris, und oxidierten Lötstellen auf ihre Befreiung durch Oli Kuster (Piano), Domenic Landolf (Saxophon), Christoph Utzinger (Bass) und Kevin Chesham (Schlagzeug) warten. Mit Naturdarm, Tierfellen, Bambusblättern und Blech rücken sie turmhohen Computerracks zuleibe, hinter denen die Computerliebe wartet.

Die fragmentarischen Songs von Kraftwerk bilden den vollgestopften Fundus, aus dem sich das Jazzquartett mit Namen -MenschMaschine- bedient: Grooves von denen sich so mancher JAY-Z noch heute ein Bit abschneiden kann und dies auch tut, Melodien, die im Gehörgang haften wie Teer. Mensch Maschine tut aber mehr als schlicht ein paar gute Songs zusammenklauen.

Die Schweizer Band haucht dem Roboter organisches Leben ein. Sie nimmt dem Terminator die Sonnenbrille ab und ihn mit auf die Wildschweinjagd. Statt Audi Quattro tummeln sich Schokoladenhasen auf der Autobahn und der Pocketcalculator wird zum Taschenmesser. Mit Jazz kann es sich ähnlich verhalten wie mit Ketchup. Man tuts einfach überall drüber, Ketchup auf 2 und 4, ein paar Reharmionisationen hie und da und schon hat man ein ausgewogenes Popmenu in einen Kindergeburtstag verwandelt. Und jedes Kind zeigt was es kann. MenschMaschine liegt nichts ferner als Ketchupjazz. Wunderbare Songs bleiben wunderbare Songs und gewinnen eine neue Dimension. Kuster, Landolf, Utzinger und Chesham tauchen die Nummer 1 Hits von damals in die Sonne des Südens, die technoiden Songs aus dem Land der Currywurst werden mit Holz beheizt.

Die Musiker der Band, so scheint es, haben das gleiche Credo wie ihre Düsseldorfer Kollegen einst: Der einzelne Musikarbeiter bleibt hinter der Musikmaschine zurück. Das klingt technisch, fast nach Staatstheorie, heisst aber: Vier hervorragende Solisten sperren ihre Ohren sperrangelweit auf und machen gemeinsam Musik.

Oli Kuster (Piano)
Geboren 1968 in Bern, beginnt Oli Kuster im Alter von sieben Jahren mit dem Klavierspiel und besucht nach einer Elektroniker-Lehre die Jazzschule Bern, sowie die Jazz- und Rockschule Freiburg. Er studierte an der New School in New York bei George Cables, Geri Allen, Michelle Rosewoman und Fred Hersch und machte 1995 an der Jazzschule Luzern seinen Abschluss, wo er danach auch als Lehrer tätig war. Von 1996 an war er zehn Jahre lang Lehrer für elektronische Tasteninstrumente und ist seit 2006 Lehrer im Fachbereich Jazzklavier an der Musikschule Köniz. Bekannt geworden ist Oli Kuster allerdings in einem anderen musikalischen Spektrum. Mit „Züri West“ stürmte er jahrelang regelmäßig die schweizer Pop-Charts, er arbeitete mit dem Ambientbassisten Mich Gerber, im Elektropop-Duo „Pola“, mit der Indie-Band „Electric Blanket“ ist er bald wieder unterwegs auf Tour und nebenbei komponiert er noch Filmmusiken. Neben zahlreichen Engagements in verschiedensten Formationen (z. B. Manufactur, Lumi, Gilbert Paeffgen Trio), komponiert er für seine eigene Formation Oli Kuster Kombo.

Domenic Landolf (Saxophon)
geboren 1969 in Bern, wohnt in Basel // beginnt mit 7 Jahren, Klavier zu spielen und wechselt mit 12 auf Saxophon // Studium an der Swiss Jazz School bei Andy Scherrer, 1991 Preisträger der Friedl-Wald Stiftung und seit 1999 Dozent an der Musikakademie Basel. // 2003 Kompositionsauftrag von Pro Helvetia, resultiert 2004 in der CD // “ Wanderlust” für Pirouet Records // Unterrichtstätigkeit an der Swiss Jazz School, der Jazzschule Luzern, am Grahamstown National Arts Festival, Südafrika // 2009 Neues Trio mit Patrice Moret und Dejan Terzic, Auftritte am Jazzfestival Bern und am Offbeat Jazzfestival Basel, 2010 Trio-CD Release „New Brighton“. // Spielte unter anderem mit Bill Carrothers, Feya Faku, Hans Feigenwinter, Don Friedman, George Gruntz, Reggie Johnson, Peter Madsen, Adrian Mears, Matthieu Michel, George Mraz, Wolfgang Muthspiel, Makaya Ntshoko, Adam Nussbaum, Bänz Oester, Fritz Pauer, Der Pallemaerts, Jochen Rückert, Andy Scherrer, Nat Su, Tom Varner, Jimmy Woode und James Zollar

Christoph Utzinger (Bass)
Geburtsdatum 09.01.1987 // 2005-2011 Kontrabass- und Kompositionsstudium mit Masterabschluss an der Hochschule der Künste Bern u. A. bei Thomas Dürst, Jonas Tauber, Dieter Amman und Frank Sikora. Seit 2011 Tonmeisterstudium an der Zürcher Hochschule der Künste. // Kontrabassist, Komponist und Arrangeur bei/für Morgain (Irish Folk), Wagabundis (Mundart), No Dog (Jazz), SJSO (Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchester), Molly Monster (Animationsserie). // Tontechniker bei Studioaufnahmen und Konzertbeschallungen u. A. im Auftrag von BeJazz, Langnau Jazz Nights und der Hochschule der Künste Bern.

Kevin Chesham (Schlagzeug)
1987 in Bern geboren, lebt heute in Biel. Mit 11 Jahren erhielt er erste Schlagzeugstunden, ein Jahr später folgten erste Banderfahrungen. Nach dem Abschluss der Schulzeit besuchte er von 2003-2005 die Swiss Jazz School und erhielt Unterricht bei Ueli Müller. Von 2005-2008 absolvierte er den Bachelor of Arts in Music an der Jazzabteilung der Hochschule der Künste in Bern. Abgeschlossenes Masterstudium Musikpädagogik mit Unterricht bei Billy Brooks und Dejan Terzic. Nebst dem Studium spielt und spielte er viele Konzerte in diversen Stilrichtungen und Besetzungen, von Jazz bis Punk, von Duos bis Sinfonieorchester. Er komponiert auch für seine eigene Band „Henry Popcorn“ und spielte mit Musikern wie: Tom Harrell, Eric Alexander, Reggie Johnson, Sandy Patton, Bert Joris, Stewy von Wattenwyl, Thierry Lang Trio, Malcolm Braff, Alexander Von Schlippenbach, Benjamin Schmid, Heiri Känzig, Bänz Oester, Wolfgang Zwiauer. Ueli Kempter Trio, Micha Sportelli & Band, The Phanamanation, Wiuds Höi, Bambeat.

www.menschmaschine.ch

   
 

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10.04.12_The Drops

"Falling from the sky" - German tour 2012

Federico Casagrande - guitar
Christophe Panzani - saxophone
Gautier Garrigue - drums

Panzani und Casagrande begannen ihre Arbeit an dem "The Drops"-Projekt Ende 2008 in Paris. Sie sind seit langem musikalische Partner und wollten ihre Energie in einer originalen Band zusammenbringen. Der Name der Band ist ein Symbol für die Ko-Existenz in jedem Menschen von Individualität und dem Teilsein eines einzigen kosmischen Fluxes.

In ihrer Jazz-Sprache von Rock und Pop beeinflusst, präsentieren die beiden Künstler mit dieser Aufnahme ihren eigenen Sound. Sie fanden in Ted Poor die perfekte Rhythmus-Maschine für ihr erstes Album "Falling from the sky", der vom ersten Moment an vollkommen zu ihrer Musik passte und die Ideen, die Panzani und Casagrande im Sinn hatten, ergänzte. Die Aufnahme fand September 2009 in N.Y. statt und die CD wurde durch Hyenas records im November 2010 herausgegeben. Mit Ferenc Nemeth am Schlagzeug haben sie im November 2010 eine Tour in Frankreich und Italien gemacht, während derer sie ihr zweites Album aufnahmen (wird 2012 herausgegeben). Im Arsenal Theater in Metz teilten sie die Bühne mit dem John Scofield Trio. Jedes Band-Mitglied hat im Laufe der Jahre weltweit an bedeutenden Festivals teilgenommen.

Pressestimmen:

«...The Drops, das ist zeitgenössischer Jazz welcher als Nieselregen beginnt um zu einem stürmischen Fluss zu werden...»
Pascal Derathé (Review eines Konzerts)

«..."Falling from the Sky" ist ein Kunstwerk von bemerkenswerter musikalischer und intellektueller Tiefe...»
Fabrizio Dadò (Axe guitar magazine)

«...Diskret entzückend, Falling from the Sky wird seine intime Melodie schnell in dir selbst singen lassen...»
Denis Desassis (Citizen Jazz)

BIO:

Der italienische Gitarrist Federico Casagrande etabliert sich, nachdem er den Montreux Jazz Festival Competition 2007 gewonnen hat, zunehmend als eine der originellsten Stimmen in Europa. Ein Berklee School of music Graduierter, zog er 2007 nach einem mehrjährigen Aufenthalt in den U.S.A nach Paris um. Er hat zwei eigene Platten auf dem Markt, welche von der Kritik begeistert aufgenommen wurden. Er ist in den U.S., in Kanada, Italien, Frankreich, Portugal, Dänemark, Estland, Lettland, China, Österreich, Schweiz, U.K. aufgetreten.

Der französische Saxophonist Christophe Panzani ist einer der meist gefragten Musiker in Paris. Er ist weitläufig mit Carla Bley Big Band auf Tour gegangen und teilte die Bühne mit Steve Swallow, Billy Drummond, Andy Sheppard. Sowohl als Sideman als auch mit seinen eigenen Projekten spielte er auf Festivals wie Montreux, Umbria Jazz, North Sea, Quito, San Sebastian, Jazz a Vienne, Marciac. Der italienische Gitarrist Federico Casagrande etabliert sich, nachdem er den Montreux Jazz Festival Competition 2007 gewonnen hat, zunehmend als eine der originellsten Stimmen in Europa. Ein Berklee School of music Graduierter, zog er 2007 nach einem mehrjährigen Aufenthalt in den U.S.A nach Paris um. Er hat zwei eigene Platten auf dem Markt, welche von der Kritik begeistert aufgenommen wurden. Er ist in den U.S., in Kanada, Italien, Frankreich, Portugal, Dänemark, Estland, Lettland, China, Österreich, Schweiz, U.K. aufgetreten.

Gautier Garrigue is one of the top new generation drummer in France. Born in Perpignan he moved to Paris in 2007. Since then he has been playing with all the most prominent musicians in the scene and have been touring worldwide intensively.

www.thedrops.net

 

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08.05.12_Marc Schmolling Trio

Marc Schmolling - Klavier
Jonas Westergaard - Bass
Christian Lillinger - Schlagzeug

Marc Schmolling, bekannt für sein eigenwilliges, nuancenreiches Spiel, findet sich hier zusammen mit zwei vielbeachteten Innovatoren der jungen europäischen Jazzlandschaft: dem dänischen Bassisten Jonas Westergaard, und dem Berliner Schlagzeuger Christian Lillinger. Mit spielerischer Leichtigkeit, harmonischer Vielfalt und einem feinen Gespür für Dramaturgie packt das Marc Schmolling Trio seine Zuhörer im Hier-und-Jetzt und eröffnet in seinen Improvisationen erstaunliche Bilder in bizarren Klangwelten.



Pressestimmen:

"Berlin zieht seit einigen Jahren viele der spannendsten jungen Jazzmusiker aus dem In- und Ausland an. Der Pianist Marc Schmolling aus München ist einer von ihnen. Ob solo oder mit seinem hochkarätig besetzen Trio, bedient er sich mühelos der verschiedensten Klangsprachen zwischen atonalen Experimenten, lyrischen Anleihen bei der Klassik oder traditionell swingenden Bebop-Grooves. Sein instant composing schafft dabei elegant den Spagat zwischen dem spontanen Entwickeln anspruchsvoll-freier Ideen und größtmöglicher Zugänglichkeit, ohne ins Liebliche abzugleiten."
(Tim Caspar Boehme, TAZ, 15.10.2011)

„[...] Marc Schmolling, Jonas Westergaard und Christian Lillinger erspielen sich mit diesem Konzertmitschnitt eine Spitzenstellung im deutschen "instant composing-pool". Diese Musik bewahrt sich bei all ihrer Komplexität und Abstraktion ihre Seele und ihren zutiefst humanistischen Geist. [...]“
(Thorsten Hingst, Jazzpodium 10/2011)

„[…] frei improvisierend, genialisch mit romantisch blutendem Herzen.“
Tobias Richtsteig, Jazzthetik 3/2011 [Marc Schmolling Trio – Live auf den Kollektiv Nights 2010 am 9.12.2010]

„Auch das Marc Schmolling Trio ist in üblicherweise besetzt mit Piano, Bass und Schlagzeug – und doch ist es von einer völlig anderen Gangart. Auf ihrem Album „Live in Berlin / Vol.1“ sind nur drei gemeinsam erarbeitete Kompositionen. Doch ihre beachtliche Länge zeugen nicht nur von grossem Selbstbewusstsein, eine improvisatorische Idee über eine Zeit von 15 Minuten in Aufbau, Verlauf und Variation mit Spannung halten zu können. Es bedarf auch spieltechnisch viel Einfühlungsvermögen für die Auflösung der typischen Rollenverteilung von Rhythmus und Harmonik in einem modernen Jazz-Trio. Bei all den vielen Piano-Trios, die in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden wachsen hat jedenfalls das Marc Schmolling Trio mit Jonas Westergaard am Bass, Christian Lillinger, Schlagzeug und Percussion, sowie Marc Schmolling am Piano, das Zeug dazu, solche Vorgaben mit gründlicher Tiefe und Spiritualität zu bewältigen. Auf die Bilder, die z.B. bei Ihrem Stück „Horká Polívka“ entstehen können, auch auf die verschlungenen Wege, die die drei in dem Labyrinth der rhythmisch-dynamischen Wechsel und mal sanften, mal pulsierenden Tonkaskaden einschlagen, sollte man bereit sein, sich einzulassen. Dabei muss man nicht fürchten, im neutönerischen Chaos zu versinken. Zwischen all ihrer Originalität blitzt auch schon mal die Klassik, der groovige Swing oder sogar der Blues auf. Wer danach sucht, wird es finden. Ansonsten sollte die Musik für sich selbst sprechen.“
Ute Kannenberg, Deutschlandradio Kultur: Sendung "Tonart Jazz" am 15.2.2011 [Marc Schmolling Trio – CD 'LIVE IN BERLIN / VOL.1‘]

„Freies Spiel der Kräfte, das Eintauchen in heftige Klanggewitter so wenig scheut wie locker swingende Grooves. Die drei Musiker dieses Trios spielen in allen möglichen Formationen, nicht nur in Berlin, aber sie zählen zum Kern der lebendigen Großstadtszene. Auf dieser Live-Aufnahme aus dem A-Trane präsentieren sie sich als leidenschaftliche Aktivisten, die sowohl spontan aufeinander Bezug nehmen, als auch dramaturgisch clever ihre Themen auspacken. Marc Schmolling präpariert hin und wieder das Klavier, elektronische Mittel bleiben beiseite. Jonas Westergaard stützt mit den warmen Tönen seines Basses die Cluster, Staccati oder meditativen Momente des Pianisten, spielt ein bluesiges Solo, und Christian Lillinger kontrastiert zarte Tastenläufe mit lakonischen Akzenten am Schlagzeug oder rast in kollektive Ausbrüche hinein. Da werden auch Klischees gestreift, da vergnügt man sich mal kurz mit einem Barrelhouse-Riff oder hämmert wie in Trance auf eine dissonante Akkordkette ein. Herrlich unbekümmert und souverän.“
Uli Lemke, Jazzthing, 11/2011 [Marc Schmolling Trio – CD Release 'LIVE IN BERLIN / VOL.1‘]

„Als Solist spielt der Münchner Marc Schmolling vor allem Impromptus, Miniaturen und freie Improvisationen auf dem Klavier bzw. dessen präparierter Schwester. Im Trio mit dem Bassisten Jonas Westergaard und dem Schlagzeuger Christian Lillinger bevorzugt er ebenfalls die leisen Töne, lässt sich jedoch durch seine Mitmusiker auch des Öfteren zu minutenlangen Temperamentsausbrüchen hinreissen. Auch Spielwitz blitzt gelegentlich durch – was Wunder bei einer Komposition mit dem Titel „Ein Ferkel und viel Pfeffer“? Und wer weiss, dass Marc Schmolling lange Jahre Sänger und Arrangeur der A-cappella-Gruppe The Real Six Pack war, überrascht das umso weniger. Er liebt die schönen Klänge, zerlegt sie jedoch auch liebend gern in ihre atomaren Bestandteile, um sie danach mit noch größerer und hörbarer Freude wieder neu anzuordnen und auszuformen. Auch der klassische Hintergrund – Schmolling ist Absolvent des Richard-Strauss-Konservatoriums – bleibt unverkennbar, zum Beispiel in dem Titel „Narr ligger skipet tilg?“. Bisweilen erinnert seine Musik an die russische Romantik, aber mit rasanten Tempoläufen wechselt er dann in die europäische Klavier- oder die amerikanische Jazztradition. In seinen Konzerten spielen der Moment der Inspiration und damit auch das Ambiente eine herausragende Rolle. Beim Konzert im Berliner A-Trane stimmte die Chemie zwischen den Musikern und zwischen Musikern und Publikum.“
Rainer Bratfisch, Jazzpodium, 12/2010 [Marc Schmolling Trio – CD Release 'LIVE IN BERLIN / VOL.1‘]

www.marc-schmolling.de

Fotografie: Jan Brockhaus

 

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12.06.12_Volker Engelberth Trio

Volker Engelberth - piano
Arne Huber
- bass
Silvio Morger
- drums

Weg von der klassischen Rollenverteilung einer solchen Konstellation befinden sich Volker Engelberth - Piano, Arne Huber - Bass und Silvio Morger - Schlagzeug völlig gleichberechtigt auf dem Weg zu ihrer eigenen Version des zeitgenössischen, kammermusikalischen Jazz. Sicher und versiert bewegen sie sich in einem Meer unterschiedlichster Einflüsse, auf dem schmalen Grat zwischen Improvisation und Komposition.

Fast ausschließlich stammt die Musik des Trios aus den eigenen Reihen, wobei ein Großteil Eigenkompositionen Volker Engelberths sind. Von modernem europäischen Jazz beeinflusst, jedoch ohne die Tradition zu verleugnen, zeichnen sich die Kompositionen besonders durch starke Melodien aus, denen ein komplexes harmonisches wie rhythmisches Gerüst zugrunde liegt. Die drei Musiker, die sich in den letzten Jahren in den verschiedensten Konstellationen einen Namen gemacht haben, bilden ein pulsierendes, stets interagierendes Gefüge. Mal lyrisch verspielt, mal energetisch groovend entsteht die abwechslungsreiche, individuelle Sprache dieser Band.

Volker Engelberth - Geboren in Köln. Begann mit klassischem Klavierunterricht. Von 2004-2009 studierte er Jazz-Piano bei Professor Joerg Reiter an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Mannheim. Darüber hinaus erhielt er Unterricht bei John Taylor, Hubert Nuss und Frank Chastenier. Seit 2011 ist Volker Engelberth Stipendiat der Kunststiftung Baden-Württemberg. Er spielte im LandesJugendJazzOrchester NRW, und war von 2005-2008 Mitglied im BundesjazzOrchester (BuJazzO) unter Leitung von Peter Herbolzheimer, Marko Lackner und Bill Dobbins. Neben seinem Hauptprojekt – dem ‚Volker Engelberth Trio’ arbeitet er als Co-Leader sowohl im Duo mit der Sängerin Julia Pellegrini als auch in der Band ‚mit4spiel5’. Desweiteren ist er als Sideman in zahlreichen JazzProjekten zu hören. So spielt er momentan unter anderem im Sebastian Böhlen Sextett, dem Christoph Neuhaus Quintett, in der Band der Sängerin Stephanie Neigel, sowie im Duo mit Thomas Stabenow. Radioproduktionen und -mitschnitte für WDR, SR, HR und BR. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit arbeitet Volker Engelberth als Lehrbeauftragter für Jazz-Klavier an der Musikhochschule Stuttgart.

Arne Huber - Geboren in Offenburg. Studierte Jazz an der Musikhochschule Mannheim bei Thomas Stabenow und Klassik an der Musikhochschule Freiburg. Mit dem Quintett L14,16 Gewinner des renommierten intern. Jazz-Wettbewerbs in Hoeillart/Belgien, sowie mit dem Felix Fromm Sextett Gewinner des intern. Jazz-Wettbewerbs in Getxo/Spanien. Festivalauftritte u.a. bei: Jazz Baltica, Jazz Festival Getxo, Aalener Jazzfestival, Gipfel du Jazz, Enjoy Jazz, Rheingau Musikfestival, Jazzfestival Trencin, Jazzfestival Kekcemet, Jazzfestival Bern. Konzerte u.a. mit: Paul Heller, Johannes Enders, Ingrid Jensen, Tony Lakatos, Adrian Mears, Domenic Landolf, Fabrice Alleman, Ack van Rooyen, Bob Degen, Randy Brecker, Nils Petter Molvaer, Julien Lourau, Julian Arguelles, Al Porcino, Alex Sipiagin, Terrell Stafford, Claus Stötter, Nils Wogram. Arne Huber ist auf zahlreichen CDs zu hören und erhielt zwei Mal den Vierteljahrespreis der deutschen Schallplattenkritik mit L14,16.

Silvio Morger - Geboren in Basel. Nachdem er im Alter von 10 Jahren nach Deutschland zog, fing er mit dem Schlagzeugspielen an. Nach dem Abitur studierte er an den Musikhochschulen in Mainz und Köln Jazz- Schlagzeug, u.a. bei Keith Copeland und Michael Küttner. Während des Studiums langjähriges Mitglied im Landesjugendjazzorchester Hessen, im Bujazzo und in Peter Herbolzheimers Masterclass Bigband. Nach dem Abschluss an der Musikhochschule Köln folgte ein Aufenthalt in New York, wo er mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) am Queens College studierte. Unterricht in NY bei Gene Jackson, Johannes Weidenmueller, Jochen Rueckert, Ari Hoenig und Henry Cole. 2004 war er Preisträger bei ‘Jugend Jazzt’, sowie 2007 beim ‘Next Generation Wettbewerb’ in Straubing mit der Band Hornstrom.

www.myspace.com/v.e.trio
www.facebook.com/VolkerEngelberthTrio

 

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10.07.12_Kathrin Pechlof / Christian Weidner / Robert Landfermann

Kathrin Pechlof - Harfe
Christian Weidner - Saxofon
Robert Landfermann - Kontrabass

Die ungewöhnliche Trioformation um eine der wenigen improvisierenden Harfenistinnen Deutschlands läd ein, das Alte neu zu hören. Gleichermassen in Jazz und Klassik zuhause, bildet sie gemeinsam mit dem renommierten Berliner Saxofonisten Christian Weidner und dem Kölner Kontrabassisten und WDR Jazzpreisträger Robert Landfermann ein Ensemble von aussergewöhnlicher Klanglichkeit. Die drei herausragenden Instrumentalisten adaptieren in diesem Konzert Gregorianische Choräle, Überlieferungen von Hildegard von Bingen und Musik der griechischen Antike. Dieser archaischen Ursprünglichkeit begegnen sie mit der zeitgemäßen und modernen Sprache der freien Improvisation und stellen Eigenkompositionen gegenüber.

Kathrin Pechlof
studierte klassiche Harfe bei Gudrun Haag in München und Jazz Komposition in Köln bei Joachim Ullrich und Frank Gratkowski. Als Harfenistin arbeitete sie und nahm auf mit Jazz Musikern wie Johannes Lauer, Niels Klein, Uwe Steinmetz, Wanja Slavin, mit dem Pablo Held Trio, The Cosmic Groove Orchestra, Oliver Leicht, Tobias Christl, Jerker Kluge, Matthias Schriefl, Matthias Schubert, Carl Ludwig Hübsch, Multiple Joyce Orchester, Barbara Buchholz, mit dem Andromeda Mega Express Orchestra und Notwist, dem Djaouch Macholi Orchester ebenso wie mit klassischen Ensembles, darunter die Stuttgarter Philharmoniker (G. Feltz), Orchester der Ludwigsburger Festspiele (M. Hofstätter), der Südwestdeutschen Philharmonie (V. Christopoulos), Münchner Kammerorchester (A. Liebreich), Taschenphilharmonie München (P.Stangel) und der bayerischen Jazzkapelle Unterbiberger Hofmusik. 2010 gründete sie die Band „Kathrin Pechlof Sextett“ mit Matthias Schriefl, Philipp Gropper, Gerhard Gschlössl, Robert Landfermann und Jonas Burgwinkel um ihre eigenen Kompositionen zu spielen. Sie schreibt und arrangiert Musik für Bands mit denen sie spielt, sowie für Theater und Film. Sie spielte und tourte in ganz Europa, war zu Gast bei verschiedenen Festivals und spielte fürs Goethe Institut in Istanbul, Izmir und Athen. Aufnahmen für Radio-, TV-und CD Produktionen. (BR, rbb, Deutschlandfunk, ZDF, Pirouet, perfect toy records, SONY, Himpsl records) Mit dem Jazz Quartett „Cosmic Groove Orchestra“ war sie 2010 für den Deutschen Schallplattenpreis nominiert und mit der Taschenphilharmonie München für den ECHO Klassik 2011.

Christian Weidner
studierte Saxofon an Hochschulen in Hamburg, Stockholm und Berlin. Er spielte lange Jahre in den Bands von Gunter Hampel und in Albert Mangelsdorffs Deutsch-Französischem Jazzensemble. Seit 1999 ist er aktiv in der pulsierenden Berliner Jazzszene und beteiligt an zahlreichen wegweisenden Projekten. Er spielt in Chris Dahlgrens "Lexicon", in Frank Gratkowskis "Fo(u)r Alto" und in verschiedenen international besetzten Formationen mit Hayden Chisholm, Nils Wogram, Jim Black, Achim Kaufmann, Pablo Held, Gebhard Ullmann, Robert Landfermann, Eric Schäfer, Kalle Kalima, Ronny Graupe, Christian Lillinger u.v.a. Seit 2011 spielt er in der Band "Der Rote Bereich" mit Frank Möbus und Oli Steidle. Seine Debüt als Bandleader und Komponist gab er 2004 mit der CD „CHORAL“ (Pirouet), eine "lucide Aufnahme, die kühne Architektur und lichtdurchlässige Konzentration mit einem gefühlvoll weichen Ton verschmelzen lässt" (Jazz Zeitung), der 2010 die viel gelobte Aufnahme „THE INWARD SONG“ (wieder Pirouet) im Quartett mit Samuel Rohrer, Colin Vallon und Henning Sieverts folgte."Von gesanglichem Gestus und innerer Einkehr geprägt, entfaltet die Musik Christian Weidners eine große Kraft." (Berthold Klostermann, Stereo: "AUDIOPHILES HIGHLIGHT MONATS" -Feb. 2011)

Robert Landfermann
studierte bei Prof Dieter Manderscheid an der Musikhochschule Köln und besuchte Masterclasses und Workshops bei Mark Dresser, Mike Richmond, Martin Wind, Hiram Bullock, Phil Woods, Drew Gress. Seit 2011 ist er selbst Dozent für Jazzkontrabass an der Folkwang-Universität der Künste Essen. Er arbeitete mit namhaften Musikern wie Joachim Kühn, Django Bates, Tomasz Stanko, John Taylor, Simon Nabatov, Urs Leimgruber, Tobias Delius, Achim Kaufmann, Julian Argueilles Frank Gratkowski, Mederic Collignon, Stephane Guillaume, Charlie Mariano, Markus Stockhausen, Rudi Mahall, Claudio Puntin, Mark Ferber, Steffen Schorn, Axel Dörner, Ramesh Shotham, Lars Moeller, John Schröder, Wolfgang Haffner, Ian Thomas, Ben Perowski, Danny Gottlieb, mit der NDR BigBand, mit Rhani Krija, konzertierte in über 40 Ländern auf 5 Kontinenten und gastierte auf zahlreichen nationalen und internationalen Festivals. Er ist Deutsches Mitglied des European Jazz Orchestra der EBU. 2009 erhielt er den WDR-Jazzpreis für Improvisation und den Horst und Gretl-Will Stipendium –Kulturförderpreis der Stadt Köln. 2010 bekam er mit dem Frederik Köster Quartett für die Platte „Zeichen der Zeit“ Echo-Jazz. Ausserdem kuratiert er eine Konzertreihe der Improvisierten Musik im Loft-Köln mit wechselnden Gästen und ist als Mitglied des Kölner Jazzkollektivs KLAENG zusammen mit Frederik Köster, Niels Klein, Pablo Held, Tobias Christl, Tobias Hoffmann, Jonas Burgwinkel, Veranstalter, Förderer und Repräsentant des jungen Jazz in Köln.

www.kathrinpechlof.de

 
 
     
   
     

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